Feuerspucken Lernen in der Nähe Wiesbaden

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    • Feuerspucken Lernen in der Nähe Wiesbaden

      Hallo ich heisse Jonas Reimann und Arbeite als Pädagoge in der Kinder und Jugendhife.
      Es ist seit längerem ein großer von einem von mir betreuten Jugendlichen mal Feuerzuspucken nun da er fast 18 ist und ich es ihm zutraue würde ich es ihm gerne ermöglichen.Ich habe selber schon gemacht das ist allerdings gut 10 Jahre her. Gibt es jemanden in der Region Wiesbaden der uns eine einweisung geben würde ?

      Gerne auch gegen bezahlung

      Vielen Dank
    • Schwierig, weil Feuerspucken von allem, was wir hier machen nunmal das risikoreichste ist. Da gibt es nur wenige, die dafür wirklich die Verantwortung übernehmen wollen, zumindest mit ihrem Gewissen. Und mit "einer Einweisung" ist es dann in der Regel auch nicht getan, wenn man das wirklich gründlich machen will (und das sollte man).

      Ich bin auch zu weit weg, aber was meine Kriterien wären, um es irgendjemandem beizubringen (mal so als Orientierung)... Alles nur für Spucken mit Fluid, mit Lyco kann ich selbst nicht gut genug zum beibringen:

      1. Ich kenne die Person. Dazu gehört auch, dass ich weiß derjenige schaltet auch betrunken den Kopf nicht soweit aus, Feuerspucken spontan als Partytrick demonstrieren zu wollen oder ähnliches... Damit fällt für mich schonmal jegliche Anfrage wie deine raus, selbst wenn ich aus der Nähe kommen würde und Zeit hätte ;)

      2. Viel, viel Übung. Bei den Übungen gibt es drei Zeichen, in Reihenfolge ihrer Wichtigkeit, dass jemand bereit zum Spucken ist.

      2.1 Die Person muss einen vollen Tag mit mir verbringen. Und die ganze Zeit Wasser im Mund behalten. Klingt dämlich, und schränkt die Gespräche ein, aber entscheidend ist der Teil, dass ich (und bekannte von mir, die derjenige optimalerweise nicht kennt) immer wieder versuchen, ihn dazu zu bringen etwas runterzuschlucken, sich zu verschlucken, erschrecken und/oder das Wasser auszuspucken. Wobei letzteres das harmloseste ist.
      Der Grund ist einfach, grade beim erschrecken zieht man unwillkürlich Luft durch den Mund in die Lunge. Ist dabei Fluid im Mund, stirbt man. Wasser gibt böse Hustenanfälle, aber Wasser kann die Lunge abbauen, da bleiben (bei den Mengen) keine bleibenden Schäden. Und so blöde, wie es laufen kann, mag man manchmal garnicht denken... kurz vorm Spucken schräg nach oben gucken, und ein Vogel kackt ins Auge. Selbst bei sowas muss man den Schluckreflex und Einsaugreflex beim Erschrecken unterdrücken. Wer so einen Tag übersteht, dem trau ich auch zu mit plötzlich abbrechenden und auf den Kopf fallenden Ästen, betrunkenen Passanten, wütenden Hunden und sonstwas klarzukommen, ohne sich dabei umzubringen. Wird kein schöner Tag ;)
      Und vergesst nicht, ein riesiger Feuerball, dessen Hitze, Druckwelle und Helligkeit sowie instinktive, irgendwo tief drin verwurzelte Angst vor Feuer... und das nur wenige Zentimeter vorm Gesicht... auch da kann man sich bei erschrecken. Mindestens beim ersten Mal.

      2.2 Ein Geräuschintensiver Boden (bevorzugt trockener, mit losen Blättern bedeckter Waldboden), oder einer auf dem Feuchtigkeit gut zu sehen ist (zB. Steinboden, der bei Feuchtigkeit dunkler wird) wird gewählt. Dann mit Wasser "Spucken". Der dabei entstehende Nebel muss so fein sein, dass weder Aufschläge von Tropfen zu hören, noch zu sehen sind. Und ohne selber alles ins Gesicht/Bart/Augen zu bekommen. Feuerspucken kann einfach eine irre Sauerei sein, und wie viel Grundwasser bereits durch wenige Tropfen von jeglicher Öliger Substanz verseucht werden, kann jeder selbst nachlesen... viel. Außerdem bekommt man selbst Steinboden echt schlecht sauber.

      2.3 Im entstehenden Nebel muss sich bei entsprechender Sonneneinstrahlung ein gut erkennbarer Regenbogen bilden. Das ist für mich das Zeichen, dass auch eine Flamme entstehen würde. Kann man auch nach Gefühl noch besser beurteilen, aber mit so einer Angabe kommt fast jeder einigermaßen zurecht.

      Und DANN erst käme das wirkliche Spucken, und was dabei noch zu beachten ist (Wind, Winkel, Welche Flüssigkeiten etc...).

      Ich hoffe, damit ist klar wie umständlich "sicheres" (wirklich sicher gibt es nicht, aber eben so sicher wie möglich) Feuerspucken beizubringen ist, und warum es dazu selten bis quasi nie seriöse Workshops gibt. Aber ihr seid zu Zweit, da könnt ihr euch schonmal mit viel Wasser an die unter 2. Beschriebenen Übungen machen... wenn die klappen, und ihr euch sonst noch ein bisschen hier einlest zu Feuerspiel im allgemeinen seid ihr so gut vorbereitet, wie es geht, und dürftet wesentlich leichter jemanden finden, der sich eurer annimmt für die letzten Schritte. Jeder unterrichtet lieber Leute, die selber auch schon was getan haben und gezeigt haben, dass sie es ernst meinen (insbesondere mit der Sicherheit). Nur Bitte, Bitte versucht es dann nicht alleine, nur weil das alles klappt. dafür kann immernoch zu viel schiefgehen...
      "Spiel mit dem Feuer. Tu es.
      Denn man kann einem Kind hundertmal sagen, die Herdplatte sei heiß, die Bedeutung wird ihm erst in dem Moment, in dem es trotzdem drauffässt klar.
      So lernt doch jeder für sich selbst, in dem großen Spiel das Leben heißt. Und das Feuer ist einer der anspruchsvollsten, dennoch lohnendsten Mitspieler."
    • Urgs, Feuerspucken an einem Tag lernen... denjenigen muss ich erst noch kennenlernen, der an einem Tag lernt seine Reflexe auch unterbewusst zu unterdrücken.

      Aber naja, weniger Gewissen haben hilft natürlich Geld zu verdienen ;)
      "Spiel mit dem Feuer. Tu es.
      Denn man kann einem Kind hundertmal sagen, die Herdplatte sei heiß, die Bedeutung wird ihm erst in dem Moment, in dem es trotzdem drauffässt klar.
      So lernt doch jeder für sich selbst, in dem großen Spiel das Leben heißt. Und das Feuer ist einer der anspruchsvollsten, dennoch lohnendsten Mitspieler."
    • Hallo Jonas,
      In der Jugendhilfe wird häufig mit Drachenzungen und Lycopodium Feuer gespuckt. Auch beim Teamtraining wird Feuerspucken so durchgeführt. Das ist natürlich auch nicht völlig Risikofrei, aber lange nicht so gefährlich wie das Spucken mit Fluid. Ungeübte können das durchaus an einem Tag erlernen.
      Hier im Forum findest du sicher was zu dem Thema. Ein Anfängerset kannst du z.B. Im Sam Onlineshop kaufen: Shop.feuershow.de
      Leider kann ich dir niemanden in deiner Nähe nennen, der euch das beibringt.

      Wünsch dir viel Erfolg!
    • also nur um das noch mal in klare worte zu verpacken, feuerspucken kann bei einem fehler potentiell durchaus tödlich sein oder dauerhafte schäden verursachen, das ist der grund warum man für so nen "crashkurs" niemand findet (dachte ich zumindest bisher)

      Jeder der anbietet einem das so auf die schnelle beizubringen handelt absolut verantwortungslos! Und dem sollte man mal erklären das er hier mit dem leben anderer menschen spielt!

      So sehr mir das für euch leid tut hoffe ich in eurem eigenen interesse das ihr hierfür niemanden findet!
    • Also ich teile die Meinung derjenigen, die Feuerspucken für das gefährlichste halten, was wir machen können, und stimme zu, dass es bei falscher Anwendung ggf. auch tödlich sein kann.

      Nichts desto trotz denke ich, dass wenn jemand dies wirklich erlernen will und ggf. schon über Jahre hinweg, dann sollte er dies lieber von einem guten Lehrer gezeigt bekommen, als im schlimmsten Fall seinen Wunsch allein ohne Anleitung umzusetzen.

      Ich selbst weiß noch genau, wie stark mein Wunsch damals war einmal Feuer zu spucken und ich bin froh, dass ich Lehrer gefunden habe, die es mir beigebracht haben. Zwar bin ich inzwischen vom Feuerspucken aufgrund der Gefahren fast komplett weg (1-2x jährlich kann es aber doch noch vorkommen), aber zumindest ist der damalige Wunsch befriedigt und über die Jahre habe ich gelernt, dass es viele andere tolle Sachen gibt, die man mit Feuer machen kann.

      Wenn dieser Junge also Feuerspucken möchte und das schon seit vielen Jahren, jemand den Eltern und dem Jungen die Gefahren ausführlich erläutert, man bereit ist einen Haftungsausschluss zu unterzeichnen etc. pp., dann denke ich, sollte man den Jungen machen lassen. Ich selbst habe auch schon Erfahrungen machen dürfen, die ich eigentlich nicht hätte machen dürfen, aber sie doch gemacht habe, weil es Personen gab, die einiges zwar ernst, aber auch nicht zu streng genommen haben und weil ich mich auf eigenes Risiko dazu bereit erklärt habe.

      Ich denke, da der Junge noch 17 ist, sollte man bis mindestens 18 Jahre warten und dann sollten Eltern, Jugendhilfe und der Junge gemeinsam entscheiden, ob er Feuer spucken immer noch möchte oder nicht.
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      Fire is more than heat and flames. Fire is responsibility. Fire is evolution. Fire is passion. (Pyrometheus)
    • Seh ich genauso...

      Es ist absolut möglich, Feuerspucken verantwortungsvoll beizubringen, zumindest im gleichen Rahmen wie potentiell tödliche Extremsportarten. Und beigebracht bekommen ist allemal besser als selber ausprobieren. Dauert aber eben eine ganze Weile.

      Allerdings gehört dazu für mich zu allererst ein Gespräch und eine Aufklärung über alle Gefahren, was man auch schnell als "ausreden wollen" betrachten kann^^ Dabei hat der potentielle Lehrer auch gleich Gelegenheit, den potentiellen Schüler und dessen Reaktionen zu sondieren. Würde der bei den Gefahren keine Miene verziehen oder die völlig abtun, wäre das für mich das Ende des Gesprächs. Kein Mensch, dem man erzählt "Das, was du vorhast kann dich durch einen blöden Zufall umbringen oder dein Leben lang verkrüppeln. Noch bevor überhaupt Feuer im Spiel ist" und den ich für geeignet zum Feuerspucken lernen halte reagiert darauf nicht zumindest mit zögern und überlegen.

      Naja, eben weil "sich selbst beibringen" die schlechtestmögliche Version ist, hab ich mir eben die oben beschriebenen Regeln zurechtgelegt. Sobald die erste erfüllt ist, und das Gespräch über die Gefahren gut verlaufen ist, helf ich dann auch gerne den Rest zu "bestehen".

      Aber "Feuerspucken an einem Tag" ist einfach... ich such schon ne halbe Müslischale nach einem passenden Vergleich, aber mir fällt einfach nichts ein, was ähnlich blödsinnig ist und tatsächlich gemacht wird.
      "Spiel mit dem Feuer. Tu es.
      Denn man kann einem Kind hundertmal sagen, die Herdplatte sei heiß, die Bedeutung wird ihm erst in dem Moment, in dem es trotzdem drauffässt klar.
      So lernt doch jeder für sich selbst, in dem großen Spiel das Leben heißt. Und das Feuer ist einer der anspruchsvollsten, dennoch lohnendsten Mitspieler."
    • Ja, da stimme ich Dir zu! Es sollte immer mit diesem Gespräch beginnen und in diesem kann man dann prüfen, ob die Person bereit ist oder nicht. Kriterien hast Du gerade schon genannt, die für so ein Gespräch wichtig sind.

      Feuerspucken mit Fluid an einem Tag zu lernen, halte ich ebenfalls für unmöglich. Mit Lycopodium geht es, wenngleich in Frage gestellt werden darf, wie sicher man die Technik nach so kurzer Zeit beherrscht.
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    • Lyco mit Drachenzunge, dafür ein eingeschränktes "Ja" von mir.
      Ansonsten sind die Gefahren beim Einatmen ja sehr ähnlich, Lyco in der Lunge -> Tot, Fluid in der Lunge -> Tot.
      Die medizinischen Details sind unterschiedlich, und Flüssigkeit im Mund fördert eher den Schluckreiz als trockenes Pulver, außerdem ist s bei reinem verschlucken schädlicher. Das stimmt alles, dennoch bleibt das Problem, reflexartig einzuatmen wenn man sich erschreckt. Und dann ist das Ergebnis mit Lyco oder Fluid in beiden Fällen schnell tödlich.
      Und genau diesen Reflex innerhalb von einem Tag zu überwinden... halte ich bei dem allergrößten Teil der Menschheit ohne "Vorbildung" in der Hinsicht für sehr, sehr unwahrscheinlich, bzw. hab ich bisher einfach noch nicht erlebt.

      Drachenzunge ist da halt eine gewisse Ausnahme, weil man den Kontakt zwischen Lyco und Atemsystem erst herstellen braucht/sollte, wenn man die Lungen bereits voll Luft hat, sodass die maximal eingezogene Menge drastisch reduziert wird. Und man danach keine Reste im Mund hat, auf die man achten muss.
      "Spiel mit dem Feuer. Tu es.
      Denn man kann einem Kind hundertmal sagen, die Herdplatte sei heiß, die Bedeutung wird ihm erst in dem Moment, in dem es trotzdem drauffässt klar.
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