Petroleum mit wasser löschen?

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    • Petroleum mit wasser löschen?

      Hey,
      vorneweg NEIN ich habe nicht vor es aus lust und laune mit wasser zu löschen!!!
      ich ersticke meine [lexicon]flammen[/lexicon] immer mit feuchten decken!!!!
      Aber ich wollte meiner Jugendgruppe Brandschutzmasnahmen näher bringen!
      und da wollte ich fragen ob man bei heißem brennendem [lexicon]lampenöl[/lexicon]
      den selben effekt erzielt wie mit einem herkömmlichen fettbrand?
      also wenn man dort wasser reinkippt?
      Ich werde auch für genügend sicherheitsabstand sorgen und alle anderen brandschutzmasnahmen treffen für den fall der fälle
      sprich [lexicon]feuerlöscher[/lexicon] brandschutzdecke etc.
      mich selber werde ich natürlich auch schützen.
      also werde ich den selben stichflammen effekt erzielen können ?
      Brauche eine schnelle Antwort.
      MFG derNarr :)
      naja sollte ich falsch liegen verbessert mich ruhig ^^
    • Wenn es Dir gelingen würde, das Öl anzuzünden und allein brennen zu lassen, würde ich sagen "ja". Allerdings brennt [lexicon]Lampenöl[/lexicon] nur mit Docht und ohne gar nicht oder nur ganz schlecht. Hast Du jetzt einen Lappen mit [lexicon]Lampenöl[/lexicon] getränkt und zündest den an, kannst du den problemlos mit Wasser löschen. Das ist dann kein Problem. Das Phänomen, an das Du denkst, funktioniert ja nur, wenn das Wasser auf eine Flüssigkeit trifft, die heißer brennt als 100°C, sodass das Wasser direkt verdampft und so ein größeres Volumen in Form von Wasserdampf annimmt.
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      Fire is more than heat and flames. Fire is responsibility. Fire is evolution. Fire is passion. (Pyrometheus)
    • Pyrometheus schrieb:

      Allerdings brennt [lexicon]Lampenöl[/lexicon] nur mit Docht und ohne gar nicht oder nur ganz schlecht.


      Na täusch' dich da mal nicht, mein Lieber.
      er fragt nach "heißem brennenden [lexicon]Lampenöl[/lexicon]" - das heißt der Tränkpott ist aus irgendwelchen Gründen warm genug geworden. (z.B. weil mal oft [lexicon]Poi[/lexicon] brennend nachgetankt hat)
      Und dann fängt die Party an.

      Und egal was da brennt, wenn es Öl ist: KEIN WASSER verwenden - NIE - auch keine ölgetränkte und brennenden Dochte mit Wasser löschen.
    • Bei reinen Flüssigkeitsbränden hat man i.d.R. immer dieses Phänomen. Je höher die Brandtemparatur und je größer der Dichteunterschied zwischen Wasser und Flüssigkeit, desto größer ist der Stichflammeneffekt.

      Bei [lexicon]Lampenöl[/lexicon] nicht ganz so stark.
      Aber wenn sich die Flüssigkeit in einem Behälter befindet, würde ich diese nicht mit Wasser löschen.

      Du kannst dir den Effekt ja mal in einem Video angucken:

      youtube.com/watch?v=ZxqEfaybT6w

      Hier ist allerdings Öl mit Benzin gemischt, weil es an dem Tag nicht so warm war und wie Pyro schon gesagt hat, selbst als eine [lexicon]Fackel[/lexicon] 2 min. in dem reinen Öl lag, hats net angefangen zu brennen. Was aber bei heißem [lexicon]Lampenöl[/lexicon] durchaus passieren kann.

      Läuft die brennende Flüssigkeit aus, lässt sie sich schon ganz gut mit Wasser löschen, sofern man genug Druck und Vorrat hat. Das ist aber in der Regel nur bei einem Schlauch der Fall. Man spült das Feuer quasi weg. Aber es gibt eine Rückzündungsgefahr. Daher dann niemals in die Lache gehen, solange das Feuer nicht komplett aus ist.
    • Dein Video Kauz hab ich vor Jahren schon mal gesehen und mir auch jetzt nochmal angeschaut. Gefällt mir! Ich beschäftige mich nun schon eine Weile mit dem Gedanken mir ebenfalls so einen Wasserübungslöscher zu kaufen. Nun frag ich Dich mal, wo hast du den her? Brandschutzland? Reicht da wirklich ne handelsübliche Luftpumpe oder würdest Du ein elektrisches Gerät empfehlen? Wenn ja, was z. B.?
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    • Ok nachdem wir zur sicherheit einen pulverlöscher bereit gestellt hatten konnte es losgehen ich habe das feuer wie in dem video beschrieben mit waschbenzin angemacht. Alles super dann habe ich ( dick in klamotten gepackt man weiss ja nie ) mit einem becher wasser der an das ende eines langen besenstiels geklebt war etwas wasser in die flamme gegossen. Der gewünschte effekt wurde damit mehr als gut erziehlt und die münder der kinder standen weit offen. Als ich ihnen dann erzählt hatte das dies kein "spezialeffekt" war sondern schon zuhause in der küche passieren kann waren alle sprachlos. Daraufhin habe ich ihnen natürlich an einer kleinen schale mit geliertem petroleum gezeigt wie man so ein feuer fachgerecht erstickt und die angst vor so einem fettbrand genommen.

      Die fragen über den Übungsfeuerlöscher interressieren mich auch sehr. Das teil scheint ziemlich praktisch zu sein.
      naja sollte ich falsch liegen verbessert mich ruhig ^^
    • derNarr schrieb:

      Der gewünschte effekt wurde damit mehr als gut erziehlt


      Wie groß war die Stichflamme? Wo hast Du das gemacht? Ich meine, ich würd sowas daheim im Garten auch machen, denn der Platz wäre da. Ungünstig wäre es nur, wenn die Nachbarn sich erschrecken und plötzlich die Feuerwehr bei mir aufläuft. Ich kenn die Jungs zwar, aber muss ja nicht sein. Berichte doch nochmal etwas ausführlicher?
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    • Ok, ausgeführt haben wir es auf festem untergrund. Draussen mit genug abstand zu Gebäuden. Da ich eine kleine feuerschale hatte war die flamme nicht riesig (circa 2m) aber denke das man eine grössere flamme erzielen kann bei mehr und heisserem [lexicon]lampenöl[/lexicon].
      Aber bitte sollte es nachahmer geben dann achtet darauf das ihr an einem windstillen ort steht! Sonst zieht euch die feuerwolke einfach weg was ins auge gehen könnte.
      Die kids aus der Thw jugend fanden es auf jeden fall spannend .
      und macht es irgendwo wo ihr niemanden stört da das [lexicon]lampenöl[/lexicon] doch ordentlich rußt .
      wenn noch fragen sind könnt ihr diese gerne stellen. Ich muss nochmal schauen ob jemand das aufgenommen hat dann kann ich das ja zeigen. Haben den Versuch 2 mal gemacht.
      naja sollte ich falsch liegen verbessert mich ruhig ^^
    • Ich spiele schon länger mit dem Gedanken sowas mal zu machen und würd mich das auch im Bereich Sicherheit zutrauen, aber ich müsste dafür einen Ort finden, an dem ich niemanden störe und auch der ausreichende Platz vorhanden ist. Daran scheitert es aber derzeit.
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    • Eigentlich fällt mir gerade ein, hab ich einen guten Platz. Der ist nur öffentlich einsehbar, aber passieren kann da nichts. Denken tue ich an den Platz, auf dem früher der Feuertreff Sauerland statt gefunden hat.

      [IMG:http://www.pyrometheus.wg.vu/Sonstige/Forum_Kulturschmiede_1.jpg]
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    • Ganz am Anfang einmal vorweg:
      Denkt nach, geht auf Nummer sicher, und passt bloß auf euch auf. Was ich gleich schreibe soll keinesfalls eine Anleitung oder Aufforderung sein, das zu machen, sondern ist nur ein Gedankenspiel in meinem Kopf. Aber falls doch (ich kann euch ja nichts verbieten) achtet auf entsprechenden Abstand und sonstige Sicherheitsmaßnahmen. Mit den dabei freiwärdenden Kräften ist wirklich nicht zu spaßen.


      Mal n bisschen Theorie zu dem Thema, weil ich auch ne weile drüber nachgedacht hab wie man auf die weise den größtmöglichen rumms erzielen könnte (auch wenns bei mir aus mangel an geeignetem ort bisher nicht über die theorie hinausging):

      das ganze basiert dadrauf, das die brennende flüssigkeit heiß genug ist, um ohne docht zu brennen, gleichzeitig aber in flüssigem zustand so warm ist, das die dazugegebene flüssigkeit bei dieser temperatur verdampft.

      nun gibt es zwei mögliche herangehensweisen, angenommen man möchte so ein feuer ausbekommen (und hat nur flüssigkeit zum löschen, was man ja eigentlich vermeiden sollte...) oder man möchte einen möglichst großen knalleffekt haben. ich zähl die einfach mal beide auf, weil je nach zutaten und dosierung eben beides rauskommen kann ;)

      um ein feuer auszubekommen, muss man ihm endweder den brennstoff, die wärme, oder den sauerstoff entziehen. brennstoff entziehen wird hier schwierig, sauerstoff entziehen auch, wenn man keinen CO2 oder Schaumlöscher oder sonst eine abdeckmöglichkeit hat. wärme entziehen ist... mindestens gefährlich.
      alle stoffe, die dieses verhalten zeigen können, brennen erst bei recht hohen temperaturen selbstständig (lampen- oder speiseöl, aber auch wachs etc.). also kann man versuchen die temperatur der flüssigkeit zu senken, sodass sie ohne docht aufhört zu brennen. da sämtliche öle aber auch ine relativ hohe wärmekapazität haben, fällt das nicht so leicht. angenommen, wir haben eine brennende tonne voll öl/wachs/sonstwas, meinetwegen einen blecheimer, der zum tränken genutzt wurde.
      um ausreichend wärme zu entziehen, muss man eigentlich eine flüssigkeit oder einen feststoff zuführen, da gase im allgemeinen einfach zu wenig hitze abtransportieren können. außerdem hat man davon meist sowieso nur luft zur verfügung, und die enthält sauerstoff, ist also eher kontraproduktiv.
      Also, Feststoff oder Flüssigkeit. beides möglichst kalt und viel, da mehr wärme aus der flüssigkeit gezogen werden muss als bei der flamme entsteht.
      und keinen stoff nehmen, der zwischen der eingesetzten (also wohl raum-) temperatur und der geschätzten flüssigkeitstemperatur im behälter den aggregatzustand wechselt, bzw. diesen auf keinen fall direkt mit der flüssigkeit in kontakt kommen lassen.
      optimalfall: man hat irgendwo einen tiefgefrorenen, aber trockenen ziegelstein, kanonenkugel oder sowas in griffweite. rein damit in den eimer, und das dürfte genug wärme aufnehmen um den brand zu stoppen. ist in der realität zwar selten, aber auch ausreichende mengen (trockener) sand, kiesel oder ähnliches bei raumtemperatur können reichen, wenn sie schnell genug zugeführt werden ohne das der behälter überläuft oder beim reinwerfen tropfen durch die gegend fliegen.

      sehr vorsichtig kann auch wasser benutzt werden, sofern es dabei nicht direkt in kontakt mit der brennenden flüssigkeit kommt. man könnte es also von außen gegen die unteren bereiche des behälters laufen lassen, das dürfte dann zwei effekte haben:
      1. wasserkühlungen funktionieren recht gut und können viel wärme abtransportieren
      2. ein großteil des wassers wird verdampfen, sodass eine große, heiße dampfwolke entsteht. das ist gut, weil feuer in dampf schonmal schlechter brennt als an luft, und bei der verdampfung ne menge energie verbraucht wird, die nichtmehr als wärme zur verfügung steht. aber das ist auch schlecht, weil menschen große heiße dampfwolken auch nicht abkönnen, dabei vllt. erschrecken oder nichtsmehr sehen (selbst wenn sie sich nicht verbrühen), und dadurch evt. wasser in die flüssigkeit kommen lassen.
      wäre allerdings durchaus eine (nicht zu empfehlende) möglichkeit, deswegen sei sie hier kurz erwähnt... auch wenn ich jedem davon abrate, denn fehler passieren nunmal, und hier wäre ein kleiner fehler katastrophal.


      Also zum spaßigen teil: möglichst viel kawumms.
      dazu kurz, was dabei eigentlich passiert:
      die brennende flüssigkeit ist im flüssigen zustand (deutlich) über 100°C heiß und hat meistens eine höhere wärmekapazität als wasser. kommt sie in kontakt mit wasser, findet ein wärmeaustausch statt, das wasser wird auf über 100°C erhitzt, und wird zu dampf. dieser dampf hat das ~400-fache volumen von flüssigem wasser, er dehnt sich also aus.
      üm diese typische flamme zu bekommen, muss nach dem wärmeaustausch die flüssigkeit noch heiß genug sein, um ohne docht weiterzubrennen, während sich der dampf ausdehnt und diese heiße, brennende flüssigkeit dabei verdrängt, wobei ein teil nach oben oder seitwärts gegen den gefäßrand und dann anch oben gedrückt wird, woraufhin tröpfchen komplett von luft umgeben sind und komplett brennen können (wie beim [lexicon]feuerspucken[/lexicon] mit fluid). dabei kühlen sie zwar etwas ab, aber siehe [lexicon]feuerspucken[/lexicon]: je kleiner die tröpfchen, desto niedriger darf die temperatur sein damit sie trotzdem brennen.
      Um nun eine möglichst große flamme zu erhalten, muss die brennende flüssigkeit eine möglichst hohe wärmekapazität besitzen und eine optimale zündtemperatur besitzen. "optimal", weil zu niedrig bedeutet, dass die brennende flüssigkeit nicht deutlich wärmer als die zugeführte werden kann, und zu hoch bedeutet, das die umgebungstemperatur bereits einen relativ starken kühleffekt hat. ein isoliertes gefäß könnte da helfen. (wobei flammpunkt und zündtemperatur gelegentlich arg voneinander abweichen, und eins toff, der einen hohen flammpunkt hat eine vergleichsweise niedrige zündtemperatur haben kann und andersrum)
      außerdem sollte sie dünnflüssig genug sein, um beim herausschleudern möglichst kleine tröpfchen zu bilden.

      die zweite, zugeführte flüssigkeit muss hingegen eine möglichst geringe wärmekapazität besitzen, bei möglichst niedrigen temperaturen bereits verdampfen, im optimalfall brennbar sein, und in einer menge, die grade so viel wärme aufnehmen kann, das das feuer nicht ausgeht möglichst weit unter die oberfläche gebracht werden, um viel von der ersten flüssigkeit herauszuschleudern.

      Außerdem sollte das verwendete gefäß nicht komplett gefüllt und weitgehend zylinderförmig sein, so bekommt man etwas wirklich "kanonenartiges", bei dem der druck komplett nach oben geht. möchte man keine hohe flammensäule, sondern einen breiten feuerball, empfiehlt sich eine breitere form, also eher etwas wie ein Wok.

      bei den bedingungen für die zweite flüssigkeit sieht man ganz gut, das wasser da eigentlich alles andere als optimal ist. aber an wasser kommt man leicht, und es funktioniert, deswegen ist das der klassiker. ob zb. ethanol besser geeigent wäre, und man deswegen besser spiritus nehmen sollte, oder irgendeine andere brennbare substanz mit niedrigem siedepunkt (methanol, aceton, benzin?) müsste man mal durchrechnen/ausprobieren.
      So oder so bleibt da das problem, die flüssigkeit unter die andere zu bringen, und zwar möglichst ales auf einmal. denn je besser sie von den restlichen faktoren her geeignet ist, desto schneller verdampft sie und kommt erst garnicht unter die oberfläche um dabei irgendwas rauszureißen.
      und spätestens hier wirds wirklich gefährlich und nur durchführbar mit wirklich umfassenden schutzmaßnahmen:
      die zweite substanz muss "verpackt" werden, sodass der kontakt zwischen ihr und der brennenden ausreichend lange hinausgezögert wird um sie unter die überfläche kommen zu lassen. außerdem lässt sich hier nutzen, das solch eine verpackung auch einen gewissen druck aushalten kann, der sich somit erstmal aufbauen kann. wer schonmal auf nem festival einen raviolimörser gesehen hat, wird wissen was ich meine. aber schon allein ein explodierender wasserboiler, schnellkochtopf oder ähnliches, bei dem sämtliche sicherungen versagt haben erzeugt eine gewaltige explosion, ganz ohne flamme.
      nun stelle man sich eine solche explosion auf dem grund einer mit brennendem öl gefüllten tonne vor.
      also falls irgendwer wirklich sowas machen will... bitte: 1. benutzt irgendeinen fernauslöser, seid weit, weit weg und in sicherheit (es könnten auch splitter fliegen), und 2. nehmt es auf, mit ner skala wie hoch die flamme geht^^
      Der klassiker wäre also, eine Konservendose mit suppe (wegen dem hohen wasseranteil) in einem brennenden ölfass zu versenken. dose taucht unter, das wasser dadrin wird erhitzt, dose explodiert, dabei wird sehr viel öl mitgerissen und entzündet sich.
      ob das vllt. mit einer dose voll irgendwas brennbarem besser geht... keine ahnung. der logik halber sollte das nochmal mehr flamme geben, aber nur, wenn die explosion ähnlich stark ist. was man dafür nehmen kann... keine ahnung, ich glaube das reicht an "inspiration"...


      Und zum Ende nochmal, weil mans garnicht oft und deutlich genug sagen kann:
      Selbst (oder grade) beim zuerst beschriebenem Löschversuch kann etwas schiefgehen, sodass ihr einenriesigen Feuerball und heißes Öl durch die Gegend fliegen habt.
      Denkt nach, geht auf Nummer sicher, und passt bloß auf euch auf.


      Und weil ich die Sendung toll finde sowohl als Warnung, als auch als Inspiration:

      Das kann dabei rauskommen, und die haben "nur" Öl und Wasser genommen. mit ein wenig mehr Theorie und experimentierfreude geht da sicher noch mehr.
      Und wo ich Dampfexplosionen angesprochen hatte:


      "Spiel mit dem Feuer. Tu es.
      Denn man kann einem Kind hundertmal sagen, die Herdplatte sei heiß, die Bedeutung wird ihm erst in dem Moment, in dem es trotzdem drauffässt klar.
      So lernt doch jeder für sich selbst, in dem großen Spiel das Leben heißt. Und das Feuer ist einer der anspruchsvollsten, dennoch lohnendsten Mitspieler."
    • Ok mal zu den Übungsfeuerlöscherfragen:

      Ja, z.B. bei Brandschutzland.de oder bei helpi.com kriegt man sowas.

      Wenn du ne Luftpumpe nehmen willst, muss es schon ne Rennradluftpumpe sein, die min. 12. Bar bringt.
      Das geht eigentlich für die Auftritte. Aber es gibt auch kleine Kompressoren im KFZ-Handel, die über den Zigarettenanzünder betrieben werden. ISt die Variante, bei der einem net so warm wird beim Pumpen ;)

      Die sind auch net so teuer.

      Am besten wäre ein Löscher mit Manometer dran. Dann sieht man, ob er noch voll ist.

      Die Teile sind aber net dafür gedacht, sie ständig unter Druck zu lassen. Also nach jedem Auftritt entleeren.
      Wenn nachm Füllen nix zischt, dürfte alles dicht sein.

      Eignet sich übringens auch wunderbar um sich um Sommer abzukühlen, Felgen zu Waschen oder Katzen zu verjagen, g
    • @Runsler

      hmm... ich glaub, alles, was wirklich "Bumm" macht und selber gebaut wird, kann man ohne entsprechend richtige Ausbildung gar net beherrschen.
      Und du kennst es ja selbst. Wenn man irgendwo was interessantes liest, will man das auch machen und kommt so auf dumme Ideen.

      Du schreibst selbst: passt auf euch auf. Aber wie soll der unbedarfte Experiementierer hier auf sich aufpassen, wenn er keine passende Schutzkleidung und fernzündungsmöglichkeiten hat. Ganz zu schweigen von der Erfahrung und den Stoffkenntnissen, um alle Risiken richtig einschätzen zu können.

      Würde mich net wundern, wenn dieser Post entfernt wird.

      Gerade, weil das Selbstherstellen von sog. unkonventionellen spreng- und brandvorichtungen ohne entsprechende Ausbildung und Genehmigung eine Straftat darstellt. In Frage kommen hier §§ 306f und 308 StGB sowie § 52 (1) Nr. 1 WaffG (Verbotene Waffen, Anlage 2, Abs 1, Nr 1.3.4 USBV) Sowas kommt grade dann zum Tragen, wenn du irgendwelche Behälter dafür benutzt, wie Boiler usw.
      Und mal als Hinweis. Auch das Bereitstellen einer Anleitung dafür kann auch schon strafbar sein. § 52 (1) Nr. 4 (Bereitstellungen von Anleitungen zum Herstellen verbotener Waffen)

      Uiuiui, heisses Eisen.

      Man weiß wohl, wie du das meinst, also als Gedankenspiel und so. Aber wenn dir das einer falsch auslegt, biste erstmal in ner blöden Situation.

      Sowas würde ich schon den ausgebildeten Pyrotechnikern überlassen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Kauz ()

    • Toller Beitrag von Dir Runsler. Ich möchte ihn jedoch gerne noch etwas ergänzen:

      Was passiert genau bei dieser Fettexplosion?

      Wie Runsler schon schrieb, nehmen wir an, dass eine Flüssigkeit (hier Öl, Fett, Wachs) so heiß geworden ist, dass sie selbstständig brennt. Dieser brennende Stoff setzt nun Wärme frei und brennt bei deutlich oberhalb von 100°C. Wird nun Wasser zugeführt, findet ein Wärmeaustausch statt. Dieser braucht jedoch einige Sekundenbruchteile, die jedoch ausreichen, damit das Wasser in das heiße Fett eintauchen kann. Da Wasser bei 100°C den Aggregatzustand von flüssig nach gasförmig verändert, verdampft es schlagartig. Dabei entstehen aus 1 Liter Wasser 1.700 Liter Wasserdampf. Wasser nimmt damit das 1.700 fache Volumen an. Der Wasserdampf steigt nach oben und reißt dabei kleinste und heiße Fetttröpfen mit in die Höhe. Diese können sich an der bereits brennenden Flamme entzünden und besser brennen, was daran liegt, dass an die Tröpfchen durch das größere Volumen mehr Sauerstoff gelangt.

      Zur Vollständigkeit sei gesagt, dass das Volumen vom Wasserdampf in Abhängigkeit zur Temperatur steht. Bei 100°C bilden sich 1700 Liter Wasserdampf, bei 200°C sind es bereits 2184 Liter. Das mag für uns nur sekundär relevant sein, ist jedoch für Einsatzkräfte der Feuerwehr im Innenangriff wichtig zu wissen und vielleicht nicht verkehrt, wenn man das schon mal gehört hat.

      Eine Fettexplosion ausprobieren zu wollen ist sicherlich machbar, wenn man sich mit der Thematik zuvor umfassend auseinander gesetzt hat, allerdings ist IMMER höchste Vorsicht geboten!!

      @ Runsler:
      Du bringst mich sogar auf ganz neue Ideen. Wenn wir nicht gerade so weit auseinander wohnen würde, würde ich sagen, lass uns zusammen eine Testserie starten. 8o
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      Fire is more than heat and flames. Fire is responsibility. Fire is evolution. Fire is passion. (Pyrometheus)
    • Kauz schrieb:

      @Runslerhmm... ich glaub, alles, was wirklich "Bumm" macht und selber gebaut wird, kann man ohne entsprechend richtige Ausbildung gar net beherrschen.Und du kennst es ja selbst. Wenn man irgendwo was interessantes liest, will man das auch machen und kommt so auf dumme Ideen.Du schreibst selbst: passt auf euch auf. Aber wie soll der unbedarfte Experiementierer hier auf sich aufpassen, wenn er keine passende Schutzkleidung und fernzündungsmöglichkeiten hat. Ganz zu schweigen von der Erfahrung und den Stoffkenntnissen, um alle Risiken richtig einschätzen zu können.Würde mich net wundern, wenn dieser Post entfernt wird.Gerade, weil das Selbstherstellen von sog. unkonventionellen spreng- und brandvorichtungen ohne entsprechende Ausbildung und Genehmigung eine Straftat darstellt. In Frage kommen hier §§ 306f und 308 StGB sowie § 52 (1) Nr. 1 WaffG (Verbotene Waffen, Anlage 2, Abs 1, Nr 1.3.4 USBV) Sowas kommt grade dann zum Tragen, wenn du irgendwelche Behälter dafür benutzt, wie Boiler usw.Und mal als Hinweis. Auch das Bereitstellen einer Anleitung dafür kann auch schon strafbar sein. § 52 (1) Nr. 4 (Bereitstellungen von Anleitungen zum Herstellen verbotener Waffen)Uiuiui, heisses Eisen.Man weiß wohl, wie du das meinst, also als Gedankenspiel und so. Aber wenn dir das einer falsch auslegt, biste erstmal in ner blöden Situation.Sowas würde ich schon den ausgebildeten Pyrotechnikern überlassen.

      Hm, erstmal: Das Waffg. kenn ich dank anderer Hobbys (Mittelalter, Softair, Blasrohr) quasi auswendig, deswegen war ich mir da sowieso sehr sicher:
      der ganze absatz bezieht sich auf "tagbare" gegenstände. beim besten willen... wer so ein ding dann noch tragen will, hat den darwinaward sowieso verdient.
      was anderes wäre es, wenn ich zb. geschrieben hätte wie ein molotovcocktail funktioniert, das dürfte ich nicht. (die sind eig. die zielgruppe dieses abschnittes). das weiß zwar jeder, und steht soweit ich weiß auch bei wiki, darf man trotzdem nicht.Wohlgemerkt gibt es auch einen großen unterschied zwischen "dazu anleitet oder auffordert", was strafbar ist, und "eine anleitung zur verfügung stellen", was nicht strafbar ist.
      genauso darf ich dir sagen, wie man jemandem das genick bricht, ich darf dich aber nicht dazu auffordern, und dich nicht währenddessen anleiten.
      und die anderen beiden teile, die ich zugegebenermaßen nicht kannte:
      306f bezieht sich nur auf fremde dinge, solange ich also kein fremdes eigentum gefährde oder zerstöre kein problem.
      308 bezieht sich nur auf den fall, das eine person oder fremde sachen gefährdet oder verletzt werden.
      die beiden fallen also raus, wenn sicherheitsmaßnahmen getroffen und schlimmstenfalls nur eigenes eigentum und keine lebewesen gefährdet werden. und das sollte sowieso eine absolute grundvorraussetzung sein, finde ich... so gesehen fällt das alles unter "kopf an, dann braucht man die meisten gesetze nicht".

      Allerdings hast du absolut recht, deswegen auch oben und unten nochmal groß und bunt: "einfach mal machen" wäre saugefährlich, und da es dafür höchstwahrscheinlich nichtmal profis gibt (wie soll man für sonen blödsinn schon profi werden?) ist mindestens eine ausgiebige beschäftigung mit der theorie absolut notwendig.
      und das heißt für mich, ich stell lieber alles, was ich weiß zur verfügung, um anderen die eventuell auf die idee kommen das auszuprobieren nach bestem wissen und gewissen zu ermöglichen die nötigen vorsichtsmaßnahmen zu treffen und das risiko einzuschätzen. da hilft wie in einem der videos zB. schon eine lange schnur als "auslöser", dafür braucht man kein technisches genie sein ;)
      Meiner Meinung nach sorgt Unwissenheit und Unterschätzung für viel, viel mehr Unfälle als "ideen aufgeschnappt" verursacht. erst recht, wenn bei der möglichkeit sowas aufzuschnappen gleich auf entsprechendes hingewiesen wird.
      Aber naja... das ist wohl etwas, wo sich nie alle einig sein werden. Im Zweifelsfalle kommt mein gewissen aber besser mit "ich habs ihm doch gesagt" bzw. "hätte der mal auf mich gehört" als mit "oh nein, ich hätte ihm sagen sollen das das schiefgeht" zurecht.
      allerdings kann ich durchaus verstehen, wenn AVB sich entschließt den Post verschwinden zu lassen, schließlich ist es sein forum, und was auch immer hier aufgeschnappt wird fällt zwangsweise auch auf ihn zurück.

      (Btw. Haben Pyrotechniker soweit ich weiß hauptsächlich mit [lexicon]pyrotechnik[/lexicon] zu tun, und das ist soweit ich weiß im weitesten sinne alles mit Schwarzpulver und anderen "sprengstoffen". öl + wasser ist nicht wirklich ein Sprengstoff, jedenfalls nicht wenn ich die definition noch richtig im kopf habe. wäre aber sowieso haarspalterei, viel wichtiger fände ich dabei jemanden und ausrüstung in der nähe zu haben, um solche brände zuverlässig zu löschen.)

      Pyrometheus schrieb:

      Toller Beitrag von Dir Runsler. Ich möchte ihn jedoch gerne noch etwas ergänzen:

      Was passiert genau bei dieser Fettexplosion?

      Wie Runsler schon schrieb, nehmen wir an, dass eine Flüssigkeit (hier Öl, Fett, Wachs) so heiß geworden ist, dass sie selbstständig brennt. Dieser brennende Stoff setzt nun Wärme frei und brennt bei deutlich oberhalb von 100°C. Wird nun Wasser zugeführt, findet ein Wärmeaustausch statt. Dieser braucht jedoch einige Sekundenbruchteile, die jedoch ausreichen, damit das Wasser in das heiße Fett eintauchen kann. Da Wasser bei 100°C den Aggregatzustand von flüssig nach gasförmig verändert, verdampft es schlagartig. Dabei entstehen aus 1 Liter Wasser 1.700 Liter Wasserdampf. Wasser nimmt damit das 1.700 fache Volumen an. Der Wasserdampf steigt nach oben und reißt dabei kleinste und heiße Fetttröpfen mit in die Höhe. Diese können sich an der bereits brennenden Flamme entzünden und besser brennen, was daran liegt, dass an die Tröpfchen durch das größere Volumen mehr Sauerstoff gelangt.

      Zur Vollständigkeit sei gesagt, dass das Volumen vom Wasserdampf in Abhängigkeit zur Temperatur steht. Bei 100°C bilden sich 1700 Liter Wasserdampf, bei 200°C sind es bereits 2184 Liter. Das mag für uns nur sekundär relevant sein, ist jedoch für Einsatzkräfte der Feuerwehr im Innenangriff wichtig zu wissen und vielleicht nicht verkehrt, wenn man das schon mal gehört hat.

      Eine Fettexplosion ausprobieren zu wollen ist sicherlich machbar, wenn man sich mit der Thematik zuvor umfassend auseinander gesetzt hat, allerdings ist IMMER höchste Vorsicht geboten!!

      @ Runsler:
      Du bringst mich sogar auf ganz neue Ideen. Wenn wir nicht gerade so weit auseinander wohnen würde, würde ich sagen, lass uns zusammen eine Testserie starten. 8o


      Echt so viel mehr volumen beim dampf?
      ich hab vor ewigkeiten mal was vom 400-fachen volumen gehört (in bezug darauf, warum kaminbrände so gefährlich sind), und war jetzt zu faul formeln rauszukramen um das nachzurechnen.
      Aber ja, sone Testserie wär was, wenn man denn auch das entsprechende Gelände hätte.
      Wär zb. auch interessant herauszufinden, was passiert wenn man eine CO2-Kapsel nimmt oder ähnliches.
      viel gas -> viel druck -> viel feuer. andererseits werden die dinger extrem kalt wenn das gas schnell austritt, reicht das zum abkühlen der ganzen flüssigkeit? und wird vllt. genug CO2 frei, um so viel Sauerstoff zu verdrängen das die Flamme ausgeht?

      Ach ja... Jammerschade das ich fürs Praktikum nun schon andere Projekte hab, ich glaube da hätten meine Profs auch mindestens komisch geguckt.
      "Spiel mit dem Feuer. Tu es.
      Denn man kann einem Kind hundertmal sagen, die Herdplatte sei heiß, die Bedeutung wird ihm erst in dem Moment, in dem es trotzdem drauffässt klar.
      So lernt doch jeder für sich selbst, in dem großen Spiel das Leben heißt. Und das Feuer ist einer der anspruchsvollsten, dennoch lohnendsten Mitspieler."