Auch 2% Elastan brennen!

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    • Auch 2% Elastan brennen!

      Hi,

      ich wollte euch nur mal meine Erfahrung weitergeben:
      ich hatte Unmengen Geld ausgegeben, um die Socken mit dem höchsten Baumwollanteil zu kaufen, die man so kaufen kann:
      98% Baumwolle, 2% Elastan.
      Das reicht nicht!

      Auf der con bin ich mal kurz mit dem Stab drangekommen (outfit wie auf meinem Foto, Kniestrümpfe und die Hose oben reingesteckt) und gleich hat das Bein gebrannt. Ich hatte es erst nicht gemerkt und als ich's dann ausgeklopft habe, war die Flamme schon recht groß.
      Ist nix passiert und jetzt weis ich's und kann entsprechend wachsam sein.
      Trotzdem die Warnung an alle:
      Bitte achtet bei der Kleidung wirklich auf 100% Baumwolle/Wolle!

      Socken sind nicht so dramatisch, aber wenn die Hose oder das Shirt in Flammen steht, ist das ziemlich uncool.

      Danke für eure Aufmerksamkeit. Weitermachen ;)
      ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Dan mit a, nicht mit ä :) ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

      kungfire.de
    • Also auch 100% Baumwolle wird prächtig brennen, ich bin grad nur etwas überrascht wie schnell das bei dir ging. Kann mir fast nicht vorstellen dass die 2% Elastan Schuld daran sind. Aber da bin ich auch kein Profi muss ich gestehen...
      "When I say 'Remember it - it might be important', then remember it, 'cause it might be important."
      - Ross Kenny
    • Ich denke, es kam erschwerend dazu, dass der Stab relativ frisch getränkt war.
      Trotzdem ist mir das mit 100% Baumwollkleidung noch nie passiert, auch wenn ich mit nem frisch getränkten Docht dran gehauen habe.
      Und sowohl die Flamme ansich, als auch das Tempo, in dem sie gewachsen ist, habe ich so nicht gekannt.
      Wahrscheinlich hätt's ohne Elastan auch gebrannt, aber bei weitem nicht mit dieser Geschwindigkeit.


      Man müsste mal eine Brennprobe machen und sie gezielt anzünden. Aber um eine zu opfern, dafür waren sie mir zu teuer :(
      ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Dan mit a, nicht mit ä :) ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

      kungfire.de
    • Wie wäre es in solchen Fällen die Kleidung mit Flammschutzspray zu imprägnieren. Kauz und sein Partner haben bei dem Feuerlöscher-Workshop ein T-Shirt versucht anzuzünden, indem sie eine [lexicon]Fackel[/lexicon] dran gehalten haben. Das T-Shirt war vorher imprägniert. Aus welchem Material es war, weiß ich nicht, aber jedenfalls war das T-Shirt auch nach mehreren Sekunden direktem Flammenkontakt noch weiß und fing erst später an zu brennen. Sobald die [lexicon]Fackel[/lexicon] jedoch weg war, ist auch die Flamme erloschen. Wäre doch dann evtl. eine Alternative.
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    • Flammschutzimprägnierung ist auf alle Fälle eine gute Alternative. :) Verwende ich aktuell für alle gefährdeten Stellen, da ich mich immer noch gerne ab und an mal treffe ;)

      Das Mittel gibt es z.B. bei Sam im Shop (Anti-Flame) oder auch sonst als B1 Flammschutzimprägnierung bei verschiedenen Anbietern im Netz. Ein geringer Elasthan-Anteil ist da kein Problem- der Stoff sollte nur zu einem sehr großen Teil aus Naturfaser bestehen und saugfähig sein. Da das Mittel wasserlöslich ist, muss es jedoch nach jeder Wäsche neu aufgesprüht werden.

      Ansonsten: Das Mittel enthält Salze (d.h. auf schwarzen Stoffen ausprobieren, ob es helle Ränder / Flecken gibt - hatte ich bisher eigentlich noch nicht) und der Stoff wird nach der Behandlung etwas fester, so als hätte man Wäschestärke verwendet. Nach meinem Empfinden ist das Zeug auch relativ geruchsneutral.
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      (Alles brennt, wenn Du den richtigen Funken verwendest)
    • ja, ich hatte das Spray schon in der Hand, aber da gab's noch so viele andere tolle Sachen... da hat's leider seinen Weg nicht bis zur Kasse geschafft.
      Aber für die Zukunft ist das sicher eine Überlegung wert, auch wenn ich immer sehr skeptisch bin, irgendwas an meine Haut zu lassen, was ich nicht kenne.
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    • Also ich denke nicht, dass es am Elastan liegt. Bei unseren ganzen Versuchen haben wir festgestellt, dass Baumwolle wirklich exzellent brennt. Bei Baumwollstoffen kommts auf die Dicke des Stoffs und auf die Feinheit der Webung an. Ein sehr dicker, feingewebter Stoff wird schwer anzuzünden sein. Aber so ein dünner Sockenstoff sollte schon recht leicht brennen.

      Wir haben auch Polyestershirts bzw. Funktionsshirts angezündet. Diese brannten eigentlich gar net so gut, aber sie sind geschmolzen. Und da ist eher die Gefahr bei synthetischen Stoffen. Sie können sich in die Haut einschmelzen.

      Diese Imprägnierungsmittel wirken schon ziemlich gut, aber nur bei Naturfasern (z.B. Baumwolle). Das Shirt weiße Shirt, was wir beim Workshop eingesprüht hatten, war aus Baumwolle. Also selbst über 30 Sek. durchgängiger Flackelkontak konnte das Shirt net entzünden.

      Das Polyesteshirt hatten wir auch imprägniert. Aber das Abbrennverhalten blieb gleich. Wenig Flammen, viel Geschmelze. Es gibt bei einigen Firmen auch Mittel für synthetische Fasern. Damit habe ich aber noch keine Erfahrung.

      Noch n Tipp: Holt euch lieber größere Gebinde, so 1 l oder 5 l. Das kommt deulich günstiger. Hier z.B. gibts 1 l für 22,50: helpi.com/Brandschutz/Impraegnierung.htm
    • Kauz schrieb:

      Das Polyesteshirt hatten wir auch imprägniert. Aber das Abbrennverhalten blieb gleich. Wenig Flammen, viel Geschmelze. Es gibt bei einigen Firmen auch Mittel für synthetische Fasern. Damit habe ich aber noch keine Erfahrung.

      Ein Grund mehr weshalb man ganz klar sagen sollte, wenn Feuer dann keine Kunststoffkleidung. Wäre natürliche trotzdem interessant diese Mittel für synthetische Fasern mal auszuprobieren.
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    • baumwolle brennt wirklich sehr gut, erst recht wenn es halt typische sockenstruktur hat (also viel luft dazwischen, weil dann halbwegs dehnbar, keine allzu glatte oberfläche etc), und ein frisch getränktes irgendwas vllt. 1-2 tropfen öl darauf hinterlassen hat.
      "Spiel mit dem Feuer. Tu es.
      Denn man kann einem Kind hundertmal sagen, die Herdplatte sei heiß, die Bedeutung wird ihm erst in dem Moment, in dem es trotzdem drauffässt klar.
      So lernt doch jeder für sich selbst, in dem großen Spiel das Leben heißt. Und das Feuer ist einer der anspruchsvollsten, dennoch lohnendsten Mitspieler."
    • Ich bin auf diesen Thread gestossen, weil ich keine Jeans ohne Elastan finde. ich hoffe, er ist noch halbwegs aktuell.

      Mein Problem ist, dass es anscheinend für Frauen nur noch Jeans mit Elastan gibt, zumindest habe ich bei intensiver Suche nur solche gefunden. Herrenjeans haben 100% Baumwolle, aber die sitzen bei mir so unbequem, dass ich gleich gar nicht spielen will. Was mache ich nu?. Im Herbst habe ich wegen der Temperaturen einfach lieber Jeans an. Machen 2% Elastan in der Jeans das Feuerspielen gefährlich oder nicht??
    • Also ich habe noch nie eine Jeans beim Feuerspiel brennen sehen. Auch nicht wenn der [lexicon]Poi[/lexicon] mal ranknallt. Ich persönlich würde Jeans als recht sicher einstufen, und wenn du dir unsicher bist, dann nimm eine alte Jeans, eine Stelle die nicht wichtig/gut sichtbar ist und halte ein Feuerzeug ran. Fängt es sofort Flamme - zieh sie nicht an. Leckt das Feuer darüber und es passiert erstmal nichts - zieh sie an.
      Den Test kannst du bei jedem Kleidungsstück fürs Feuern machen.
      Neben dem MAterial ist es auch wichtig, wie es gewebt wurde - fester dicker Stoff ist schwerer entflammbar als dünner locker gewebter - anders ausgedrückt: ich habe schon Kopftücher als reiner Baumwolle (dünn, durchsichtig, fein gewebt) sofort Feuer fangen sehen, und spiele selbst mit einer Weste aus Kunstfasern die schon einiges abbekommen hat ohne in Flammen aufzugehen.
      Vorher mit einem Feuerzeug testen hilft.
    • Hallöchen,

      hier wurde schon ein wichtiger Faktor gebracht, der das Brennen von Materiallien erleichtert.

      Gerade der Sockenstoff wenn er gedehnt ist, hat eine deutliche größere Angriffsfläche auf die recht viel Hitze auf relativ wenig Material einwirken kann.

      Nehmen wir dazu mal Haare als Beispiel, gewöhnlich brennen lange Haare recht gut an, mit einer Stichflamme hast du schon ein gutes Stück Haare verbrannt, weil die FLamme auf jedes Haar von jeder seite die Hitze abbekommt.

      Ich habe nun Dreadlocks und verzichte auf eine Kopfbedeckung, da die Flamen, wenn sie meine Haare treffen, die äussersten Haare nur von einer Seite die Hitze abbekommen und von der anderen Seite fast noch gekühlt werden. Daher verbrennen bei mir nur ein paar Freiliegende Haare.

      Jeansstoff ist aber recht dick gewoben und dass kann es auch mit etwas Elestan noch relativ feuerfest sein. Wichtig wäre dass der Stoff selber, trotzdem dick ist.



      Der Andere Punkt wird hier recht stark ausser Acht gelassen. Die [lexicon]Fackel[/lexicon] war recht frisch getränkt.
      Vor so etwas schützt nur die gute Vorbereitung, denn das Petrolium aus der [lexicon]Fackel[/lexicon] kann natürlich auch in den Stoff dringen, und da dient dann jeder Stoff als Docht! Soweit ich mich erinnere ist da auch in Russland letztes Jahr eine Feuerkünstlerin an ihren Verbrennungen gestorben. Ich hab mir auch mal den Hintern verbrannt, es war in meiner Anfangszeit, ich hab eine dickere Jeans getragen. Die Fackeln hab ich vor dem Auftritt getränkt und nicht ausgedrückt und geschläudert. Als mich eine [lexicon]Fackel[/lexicon] gegen meinen Oberschenkel knallte, schleuderte es eine gute Menge Petrolium in meine Jeans hinein und meine Oberschenkel brannte lichterloh!

      Die Verbrennung da war recht Harmlos, da ich das Feuer schnell erstickte, indem ich mich in die Wiese setzte.
      :hothead:BURNBRIGHT:hothead:
    • Hallo!
      Ich hab mal gehört, dass es für Blumenläden oder Dekomessen und so etwas auch Imprägnierspray für Kunststoffe gibt und hab mich da mal auf die Suche gemacht:
      imprägnierenshop.de/burnstop-fur-kunststofffasern
      Hat jemand mit sowas Erfahrungen? Geht das wirklich?

      Und dann möchte ich noch mal fragen, ob jemand schonmal was gefunden hat, was Haare schwer entflammbar macht (außer eine Kopfbedeckung natürlich). Geht da Anti-Flame auch für oder ist das nur für Baumwollfasern?
    • Hey Livala,

      ja es gibt Imprägnierung für allerlei Materialien. Jedoch kann man vorher nie abschätzen wie gut die Wirkung an einem Stoff ist. Das hängt von unglaublich vielen Faktoren ab. Wie Saugstark der Stoff ist, wie fest gewebt etc. Wen man Stoff damit Imprägniert sollte man danach an einer Ecke unbedingt das Ergebnis testen und gucken ob es Ausreicht.

      Meistens sind diese Stoffe eine Mischung aus zahlreichen Salzen. Es gibt teilweise sogar Reinigungen die das Anbieten. Auf dauer soll das aber doch ungesund sein. z.B. Soll man Probe Räume deshalb nicht mit Imprägnierten Stoffen auskleiden. Unter anderm daher würde ich sowas net für die Haare verwenden. Viele mit langen Haaren machen sich diese vor dem Spielen Nass. DAs hilft eigentlich ganz gut.

      lg
      Kai
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    • Ich schütze ich meine langen Haare bei Feuershows mit Hair Gloves aus Leder. Meine liebste Quelle heisst Floria Ito auf Hawaii. hairglovesfromhawaii.com
      Wer reinguckt: 12'' sind übrigens ca. 30cm und ich hab hier zuhause noch welche mit 20'' = ca. 50 cm liegen. Die werden derzeit nicht hergestellt.
      Wer nicht auf Englisch bestellen möchte, kann gern Hair Gloves in Deutschland suchen. Wer was Günstigeres findet, sage mir bitte Bescheid. Floria hat auch grad Baumwollkappen neu, womit das Haupt besser geschützt ist. Leder-Bandanas für Biker schützen noch besser, sitzen bei meinem Kopf aber nicht so gut.
      Nordische Grüsse,
      Marco von drachenrachen.de