Das ist definitiv eine Langzeitbelichtung. Man sieht es unter anderem an dem Mann im Vordergrund mit der Trommel, dessen Hände verschwommen sind. Und am Meer.
Außerdem die Hände des Feuerspielers.
Der Himmel war vermutlich für das bloße Auge wesentlich dunkler, hat aber über die Belichtungszeit diese Helligkeit und das fast schon psychedelische Blau-Gold bekommen.
Ich habe mal in den Tropen Langzeitbelichtungen nach Sonnenuntergang gemacht - es ist total abgefahren, was für geile Farben man auch noch aus einem fürs Auge fast schwarzen Himmel herauskitzeln kann.
Wie viel von dem Kamel echt ist, vermag ich nicht zu sagen, ich vermute aber relativ wenig.
Wahrscheinlich hatte er
Poi, die er erst brennend vom Boden aufgehoben und dann statisch kreisförmig geschwungen hat. Wenn er sie länger im Kreis geschwungen und die Aufhebe-Aktion recht schnell gemacht hat, ist es auch kein Wunder, dass er keine Schlieren im Bild hinterlassen hat (wobei man auch Restschlieren retuschieren kann).
Dadurch, dass direkt hinter dem Kamel keine Personen sitzen, sondern nur ein Bisschen Meer und Horizont ist, hat man recht gute Voraussetzungen für Retuschen aller Art. Man müsste sich die Stelle mal in Groß anschauen, aber ich wette, unter dem Kamelbauch lassen sich Spuren finden.
Einen Blitz würde ich fast ausschließen. Dagegen spricht, dass es kein so richtig scharfes Kernbild gibt, zudem fallen die Schatten sehr realistisch vom Feuer weg. Wenn da ein Blitz wäre, wüsste ich nicht, wo der platziert sein sollte und mit welchem Lichtformer man so ein Licht erzeugen könnte.
Soweit meine fachmännische Einschätzung. Kann aber auch ganz anders sein
Cool finde ich übrigens, wie seine Beine die Vorderbeine des Kamels darstellen