Bei unseren Schwertern war ein wichtiges Kriterium, dass man auch tatsächlich damit kämpfen kann und die Show nicht "nur" auf tanzähnliche Bewegungen aufbaut.
Im Prinzip ist das die Bauweise wie bei echten (Schaukampf-)Schwertern.
- Die Klinge und der Griff sind ein Stück Stahl, in unserem Fall 5mm dick
- Die Grifflänge ist auf bequeme Zweihandführung und ein ordentliches Gegengewicht zur Klinge ausgelegt
- Der Stahl dort verjüngt sich
- Von hinten wurden die Parierstangen aufgeschoben und an die Klinge punktuell angeschweißt
- Zu letzt wurde ein (ebenfalls recht schwerer) Scheibenknauf angebracht, der das finale Gegengewicht darstellt
- Die Klinge verfügt über 2 paralelle Reihen 8mm Bohrungen
Erst hatte ich vor Kevlarband einmal zu falten und durch zu fädeln, was aber nicht geklappt hat (zu wenig Platz).
Aufgrund der Kürze der Zeit, in der die Schwerter fertig sein mussten habe ich also kurzerhand 2m Band längs auseinandergeschnitten (das war vielleicht ein Akt *sigh*) und praktisch zu einem Pseudo-Docht gedreht / verzwirbelt und durchgefädelt.
Etwas, das sich dann im Nachhinein herausgestellt hat ist, dass durch die unsaubere Kante durch den Längsschnitt die Dinger richtig lodern und wahrscheinlich wilder brennen als mit einer Dochtschnur, die auf den ersten Gedanken vielleicht praktikabler gewesen wäre.
Auf dem Bild ist das Band noch locker geknotet weil wir nicht wussten, ob das nicht vielleicht in Griffnähe zu heiß wird und wir so noch eine Lochung hätten auslassen können... war aber dann doch nicht nötig.
Im Endzustand ist da unten ein sauberer Knoten mit Aramitleine vernäht.
Ganz zum Schluß ist noch ein schöner, ergonomisch geschliffener Holzgriff dran gekommen.
Trotz des stolzen Gewichts liegen die Schwerter sehr gut in der Hand und da mehr als 2-3 Minuten brennen eh nicht drin ist macht das ein halbwegs trainierter Arm schon auch mit.
Hier ein paar Fotos vom ersten, richtigen Test:
Klück müch!