Weil oben schon die Flammpunkte von div. Fluids genannt wurden: Coleman hat einen Flammpunkt von -18°, um mal die sicherheitstechnischen Überlegungen in die richtige Relation zu stellen.
Es brennt heißer, so dass man meinen könnte, das
Kevlar ist stärker belastet. Für die Abnutzung relevant sind aber hauptsächlich physikalische Einflüsse wie mechanischer Verschleiß oder das Nachglimmen nach Löschung.
Neben dem Rußen gibt es einen weiteren Nachteil von Lampenöl/Pyro-/Toyfluid: die Spielgeräte spritzen. Die sich ändernde Viskosität (die Öle werden heiß dünnflüssiger) führt zwangsläufig dazu, dass trotz sorgfältigen Ausschwenkens in und nach der Anzündphase kleine Mengen Fluid in die Umgebung spritzen. Und das verdampft aufgrund des hohen Flammpunkts auch nicht gleich wieder.
Die Viskosität von Coleman ändert sich durch Hitze kaum. Wer also gewissenhaft ausschwenkt, spritzt nicht. Sollten doch mal Spritzer auf dem Boden landen, die verdampfen sehr schnell und rückstandsfrei. Obwohl Coleman giftiger ist, hat es einen kleineren Impact auf die Flora und Fauna als die Öle. Wenn bei Ölen Spritzer auf die Erde fallen, sickern diese beim nächsten Regen ins Grundwasser mit bekannten Folgen.
Um einen guten Kompromiss zwischen Sicherheit/Anbrennverhalten/Rußen/Spritzen zu finden, kann man Fluids auch mischen. Outdoor in feuchter Umgebung (Nebel oder Nießlregen) habe ich mit mit Lampenöl/Coleman 4/1 Teile ganz gute Erfahrungen gemacht. Indoor stehe ich zwar auf 100% Coleman, habe aber auch schon mit Coleman/Pyrofluid 1/1 experimentiert.
Viele Grüße
Michi