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Donnerstag, 25. August 2011, 19:01

Kupfersulfat als Lykopodiumzusatz?

So ich denke der Titel sagt (fast) alles. Ich habe vor Kupfersulfat ins Bärlapp zu mischen um die Flamme einer Lykofackel blau-grünlich zu färben. Bevor ich nun aber Geld für eine schnappsidee ausgebe wollte ich frage ob hier schon mal jemand mit solchen Geschichten Erfahrungen hat oder Empfehlungen hat. Bin für jeglichen Input dankbar ^^

Lg

Phar
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Donnerstag, 25. August 2011, 19:30

Blaue Lycoflamme!!!

da gabs vor jahren schon mal nen threat... gugg mal ob da was drins steht das dir was bringt... bin grad aufm durchweg ich schreib später was dazu
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Freitag, 26. August 2011, 16:20

Danke schon mal im Voraus ^^
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Dienstag, 6. September 2011, 23:38

Ich hatte damit ein Problem: Es ist gesundheitsschädlich und Umwelt gefährlich. Und in so einer Lycowolke wird es sicher nicht vollständig verbrannt sondern, Kontaminierte die Umgebung je nach Windrichtung.

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Mittwoch, 7. September 2011, 00:05

klar... das wurde im anderen threat auch schon diskutiert wenn ich mich richtig erinnere... is halt einfach ne riesen sauerei für die umwelt das ganze.... wie feuerspielen ALLGEMEIn.....
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Mittwoch, 7. September 2011, 07:06

So ich habe es mal im kleinen getestet.

Der stoff den ich gekauft habe hies Kupfersulfat-Pentahydrat. Ein blaues Pulver das ungefähr die gleiche Partikelgröße hatte wie Vogelsand (vielleicht etwas gröber). Die Flammenfärbung war schön also habe ich ein Gemisch aus Lyco und Kaffeweißer gemacht und mir Teelöffel und Strohhalm geschnappt. Ich habe kleine Mengen Kupfersulfat Pentahydrat und das Gemisch auf den Teelöffel genommen und mit dem Strohhalm in die Flamme gepustet.

Der Effekt blieb mäßig.

Also habe ich das Kupfersulfat Pentahydrat in einer Schule überm Gaskocher erhitzt. Dadurch wurde das ursprünglich blaue Pulver weiß (nun durch Abspaltung der Wassermoleküle Kupfersulfat Ahydrat) und die Partikelgröße wurde wesentlich geringer. Die geschah unter Gasentwicklung.
Nachdem das Prozedere vorüber war teste ich das ganze erneut und war begeistert, es war eine tolle Farbe, jedoch geriet ein wenig von dem Zeug in meine Nase udn das brannte schon ganz ordentlich. Das und die Tatsache das das Zeug umweltgefährdent ist haben mich dazu bewogen jedwede Experimente mit dem Stoff ad acta zu legen.

Ein Stoff der gesundheitlich umweltmäßig unbedenklich wäre, wäre Bor aber da ich das kleinraspeln müsste und Bor nach Diamant die härteste Kohlenstoffverbindung ist fällt das auch flach. Arsen ist schön aber giftig. Lithiumspäne entzünden sich bei Zimmertemperatur und die anderen sachen sind entweder noch schlimmer oder schlicht zu teuer um sie in den Mengen zu verbraten.

LG
Phar

P.S.: Der Versuch lief in einer Werkstatt ab, bedenklich Substanzen sind also weder in die Umwelt noch in das Abwasser gelangt.
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Mittwoch, 7. September 2011, 08:24

hmmm nur so als info:

man nimmt diese ganzen metalle normal nicht in ihrer Reinform sondern gebunden als Salze. Wobei die Farbgebende komponente i.d.R. das Metall ist. Meistens Kombinationen aus:

Folgende Kationen:

Strontium (rot)
Barium (grün)
Natrium (gelborange)
Calcium (rotorange)
Kupfer (schwach blau oder grün)

Mit folgenden Anionen:

Nitrate
Carbonate
Sulfate
Oxalate
Chloride (selten, weil i.d.R. hygroskopisch)



Reine Metalle wie Eisen, Magnesium, Aluminium werden mehr oder weniger fein als Spähne oder Pulver verwendet. Eisenspähne im Lyco drin gibt z.B. einen schönen Knistereffekt. Wobei wie da die Rechtliche Lage ausschaut ob das nun schon unter einen Pyrotechnischen Gegenstand fällt wäre die Frage.

Vieleicht ne kleine Anmerkung am Rande:

Kein Feuerspieler ist ein heiliger. JEDER auch wenn er noch so gut ausschaked Tropft Öl in der Gegend rum das wohl genau so umweltschädlich ist wie Kupfersulfat oder alle anderen Verbindungen. Jeder Feuerspieler der hier einen auf mega-Öko macht und die Natur so liebt, sollte einfach damit aufhören.

Klar sollst du den scheiß nicht einatmen... aber überleg dir mal wieviel Kupfersulfat und andere Metallsalze, die alle zusammen nicht gesund sind, an Silvester in die Luft geblasen werden... nur weils 100 m über dir ist und du nicht in direkten Kontakt damit trittst heißt das nicht dass es nicht da ist. Das Fällt auch zu Boden.
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Dienstag, 13. September 2011, 21:42

@Passenger.
Du hast sicher recht das schon viel Mist rumfliegt und kein Feuerspieler der Umwelt einen gefallen tut, aber gerade vor dem Hintergrund das es schon schlimm genug ist sollte man nicht noch mehr Dreck machen als notwendig. Ergo immer shaken und keine Chemiekalien in die Umwelt blasen.

Die Info mit der Salzbindung ist gut, aber da hast du berufsbedingt sicher mehr Hintergrundwissen :)
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Sonntag, 20. Mai 2012, 09:05

Auf keinen fall magnesium späne nutzen.
da hilf dann auch keine baumwollkleidung ^^

nehmt lieber Titanpulver das gibt super helle weiße funken.

Zu dem Thema Farbe...
hatte die tage meinen Beamten von der Bezirksregiernung hier sitzen.
Die überprüfen einmal im Jahr ihre Erlaubnissscheininhaber.

Und da habe ich die sache mit dem barium usw mal angesprochen.
Er will das jetzt für mich klären ob ich als scheininhaber das machen darf oder ob das schon als herstellung eines Pyrotechnichen satzes gilt.

lg
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